Amaranth Geschichte
Amaranth (Amaranthus hypochondriacus),Fuchsschwanzgewächs, das im antiken Griechenland der Göttin > Artemis geweiht war und die Unsterblichkeit symbolisiert.

Der Name A. soll nach einem Jäger der Artemis geprägt worden sein, Amarynthos, dem König von Euböa. Die Pflanze wurde zur Dekoration von Götterbildern und als Grabschmuck verwendet. Bei den Azteken gehörte die Wurzel des A. zur Nahrung, die den Toten mit auf ihren Weg in die Unterwelt gegeben wurde.
Die auch mit dem Planet > Saturn in Verbindung gebrachte Pflanze dient in vielfältiger Weise magischen Zwecken. Als > Amulett getragen soll sie Schutz vor Verletzungen bieten, schlechte Laune vertreiben und bei Vollmond als „Krautarmband“ seinen Träger unsichtbar machen. Ein Kranz aus den schönen, farbintensiven A.-Blüten soll übernatürliche Fähigkeiten verleihen und seinem Träger Ruhm und Glück verleihen.
Der heute eher als Balkon- und Gartenpflanze bekannte A. kommt nun langsam auch wieder in seiner fast schon vergessenen alten Bedeutung als Nahrungsmittel zum Tragen und hat sich inzwischen in der ökologisch orientierten > Vollwerternährung einen festen Platz erobert.
Verschiedene A.-Arten werden in einigen Regionen traditionell für rituelle oder medizinische Zwecke eingesetzt, so etwa Amaranthussp. in Nordchile als Zusatzstoff zum Cocakauen, Amaranthuscaudatus L. in Mexiko als Getränk vor dem Bepflanzen eines neuen Stück Landes, Amaranthus hybridus L. in Ecuador als Blutreinigungsmittel und bei unregelmäßiger Menstruation, Amaranthus spinosus L. in Westbengalen als Halluzinogen, während dieselbe Pflanze in der ayurvedischen Medizin zur Behandlung von Halluzinationen eingesetzt und im afrikanischen Swaziland als Schnupftabak genossen wird (Rätsch, 546f).
Lit.: Drury, Nevill: Lexikon des esoterischen Wissens. – München: Droemer Knaur, 1988; Magister Botanicus: Magisches Kreutherkompendium. – Speyer: Die Sanduhr, ²1995; Rätsch, Christian: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. – Aarau, CH: AT, 1998; Shepard, Leslie A. (Ed.): Encyclopedia of Occultism & Parapsychology. In Two Volumes. – Detroit: Gale Research Inc., ³1991.
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Beschreibung nach Hermann Wagner (1882)*
Amarantgewächse. Amarantaceae. Kräuter oder Stauden mit einfachen, wechselständigen und gegenständigen Blättern, ohne Nebenblätter. Blüten meist zweigeschlechtig, seltener getrennt geschlechtig, in Köpfchen, Knäueln oder Aehren; jede Blüte mit 3 Deckblättchen, von denen das äussere das grösste, selten die Blüten einzeln in den Blattwinkeln. Kelch 3 - 5teilig oder -blättrig, meist trockenhäutig, häufig gefärbt. Blumenblätter fehlen. Staubgefässe 3 bis 5, unterständig, frei oder am Grunde zu einer Röhre verwachsen, zuweilen mit unfruchtbaren Zähnen abwechselnd. Griffel 1 mit 1 oder mehreren Narben, Fruchtknoten einfächrig, mit 1 bis mehreren Eichen. Frucht schlauchartig, Keimling um das Sameneiweiss gekrümmt oder ringförmig. - Mehrere ausländische Arten Amarant, z. B.: A. sanguineus L., aus Mittelamerika, A. caudatus L., aus Asien, ebenso Hahnenkamm (Celosia), Gomphrena u. a. zieht man in den Gärten als Zierblumen. Die Schminkbeere (Phytolacca decandra Linn.), zu der nahe verwandten Familie der Phytolacceen gehörig, wird einzeln in Niederösterreich und Südtirol kultiviert.

Der Name A. soll nach einem Jäger der Artemis geprägt worden sein, Amarynthos, dem König von Euböa. Die Pflanze wurde zur Dekoration von Götterbildern und als Grabschmuck verwendet. Bei den Azteken gehörte die Wurzel des A. zur Nahrung, die den Toten mit auf ihren Weg in die Unterwelt gegeben wurde.
Die auch mit dem Planet > Saturn in Verbindung gebrachte Pflanze dient in vielfältiger Weise magischen Zwecken. Als > Amulett getragen soll sie Schutz vor Verletzungen bieten, schlechte Laune vertreiben und bei Vollmond als „Krautarmband“ seinen Träger unsichtbar machen. Ein Kranz aus den schönen, farbintensiven A.-Blüten soll übernatürliche Fähigkeiten verleihen und seinem Träger Ruhm und Glück verleihen.
Der heute eher als Balkon- und Gartenpflanze bekannte A. kommt nun langsam auch wieder in seiner fast schon vergessenen alten Bedeutung als Nahrungsmittel zum Tragen und hat sich inzwischen in der ökologisch orientierten > Vollwerternährung einen festen Platz erobert.
Verschiedene A.-Arten werden in einigen Regionen traditionell für rituelle oder medizinische Zwecke eingesetzt, so etwa Amaranthussp. in Nordchile als Zusatzstoff zum Cocakauen, Amaranthuscaudatus L. in Mexiko als Getränk vor dem Bepflanzen eines neuen Stück Landes, Amaranthus hybridus L. in Ecuador als Blutreinigungsmittel und bei unregelmäßiger Menstruation, Amaranthus spinosus L. in Westbengalen als Halluzinogen, während dieselbe Pflanze in der ayurvedischen Medizin zur Behandlung von Halluzinationen eingesetzt und im afrikanischen Swaziland als Schnupftabak genossen wird (Rätsch, 546f).
Lit.: Drury, Nevill: Lexikon des esoterischen Wissens. – München: Droemer Knaur, 1988; Magister Botanicus: Magisches Kreutherkompendium. – Speyer: Die Sanduhr, ²1995; Rätsch, Christian: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. – Aarau, CH: AT, 1998; Shepard, Leslie A. (Ed.): Encyclopedia of Occultism & Parapsychology. In Two Volumes. – Detroit: Gale Research Inc., ³1991.
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Beschreibung nach Hermann Wagner (1882)*
Amarantgewächse. Amarantaceae. Kräuter oder Stauden mit einfachen, wechselständigen und gegenständigen Blättern, ohne Nebenblätter. Blüten meist zweigeschlechtig, seltener getrennt geschlechtig, in Köpfchen, Knäueln oder Aehren; jede Blüte mit 3 Deckblättchen, von denen das äussere das grösste, selten die Blüten einzeln in den Blattwinkeln. Kelch 3 - 5teilig oder -blättrig, meist trockenhäutig, häufig gefärbt. Blumenblätter fehlen. Staubgefässe 3 bis 5, unterständig, frei oder am Grunde zu einer Röhre verwachsen, zuweilen mit unfruchtbaren Zähnen abwechselnd. Griffel 1 mit 1 oder mehreren Narben, Fruchtknoten einfächrig, mit 1 bis mehreren Eichen. Frucht schlauchartig, Keimling um das Sameneiweiss gekrümmt oder ringförmig. - Mehrere ausländische Arten Amarant, z. B.: A. sanguineus L., aus Mittelamerika, A. caudatus L., aus Asien, ebenso Hahnenkamm (Celosia), Gomphrena u. a. zieht man in den Gärten als Zierblumen. Die Schminkbeere (Phytolacca decandra Linn.), zu der nahe verwandten Familie der Phytolacceen gehörig, wird einzeln in Niederösterreich und Südtirol kultiviert.
jagger - 27. Mrz, 18:17
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