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Amaranth Anbau

Weltweite Anbauflächen Amaranth

Anbauflächen Amarant

anbauflaechen-amaranth

Wirtschaftlichkeit des Anbaus von Amaranth

Landesanstalt für P f l a n z e n b a u

amaranth-anbau

Amaranth zählt zu den ältesten vom Menschen kultivierten Pflanzen. Bereits vorJahrtausenden wurde die Kultur von Indios Mittel- und Südamerikas angebaut.Amaranth zählt zu den Pseudocerealien, den getreideähnliche Körnerfrüchten.
Botanisch ist Amaranth der Familie der
Fuchsschwanzgewächse und hier der Gattung Amaranthus zuzuordnen. Amaranth bevorzugt warme Anbaugebiete
(Weinbauklima) und kommt mit den Bedingungen in der Oberrheinebene sehr gut zurecht. Die in der Region häufig herrschende Sommertrockenheit wirkt sich positiv
auf die Reife der Körner aus. Amaranthkörner weisen neben wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen ein hochwertiges Eiweiß- und Fettsäuremuster auf und
besitzen damit einen hohen ernährungsphysiologischen Wert. Gesicherte Anbau- und Abnahmeverträge für Landwirte in Deutschland bietet derzeit lediglich eine Firma in Österreich an.



Unter Einhaltung bestimmter
Qualitätsansprüche zahlt der Abnehmer dem Landwirt für das Erntegut einen garantierten Mindestpreis von 0,70 € pro kg konventionell erzeugter Ware und 1,00 €
für biologisch erzeugte Ware. Saatgut wird zu einem Preis von ca. 77 €/ha (incl. Mwst.) zur Verfügung gestellt. Auf Grundlage dieses Anbauvertrages und der in Forchheim in bisher vier Versuchsjahren ermittelten Kornerträge wurden die in Abbildung 1 dargestellten Deckungsbeiträge berechnet.
2002
Kerstin Stolzenburg

die gesamte Arbeit finden Sie bei:
http://www.landwirtschaft-bw.info Pflanzenbau

Alb-Bauer baut mit Erfolg Amaranth an

Als erster Landwirt auf der Alb hat Johannes Traub Amaranth angebaut, ein Pseudo-Getreide aus Lateinamerika. Der Versuch ist - zum Erstaunen der Experten - gelungen.

ZWIEFALTEN-MÖRSINGEN Der Landwirt Johannes Traub in Zwiefalten-Mörsingen (Kreis Reutlingen) hat zum Erstaunen von Fachleuten das "Inka-Getreide" Amaranth erstmals auf der Schwäbischen Alb angebaut und kürzlich geerntet. Die weißen Samenkörner der pflegeleichten Pflanze mit den purpurroten Blütenrispen gelten als hochwertige und gesunde Nahrung. "Nach dem Versuch auf einem halben Hektar bin ich zuversichtlich", sagt der Bauer. "Im nächsten Jahr werde ich noch mehr anbauen."

Experten und Traub selbst sind überrascht, dass der Anbau von Amaranth im relativ rauen Albklima auf 600 Metern Höhe so gut gelungen ist. Das Pseudogetreide, ein Fuchsschwanzgewächs, stammt aus dem subtropischen Lateinamerika. Vielleicht habe er Glück mit dem milden Frühling gehabt, meint der Bauer. Nach der Aussaat Ende April habe sich lange nichts geregt, dann sei die Pflanze hochgeschossen und bis zur Brusthöhe gewachsen.

Unnötig sei Schädlingsbekämpfung, und Dünger müsse nur sparsam verwendet werden. Auch der Mähdrusch sei gelungen - ähnlich wie bei Hirse und Sesam.

Weil Amaranth der so genannte Kleber fehlt, ist er unter anderem bei Weizenallergikern beliebt. Vor der Verwendung muss man die sehr harten Körner quellen lassen. Amaranth kann als Grützbrei angerichtet werden, er gilt aber auch als ideale Zutat für Dessertcremes, würzigen Brotaufstrich, Müsli, Kekse und Brot. Die Körner enthalten hohe Anteile von wertvollem Eiweiß, ungesättigten Fettsäuren, Mineralstoffen (Kalzium und Eisen), Vitaminen und Ballaststoffen. Den größten Teil seiner diesjährigen Ernte hat Traub an einen Bäcker in Römerstein (Kreis Reutlingen) verkauft. Kleine Portionen sind auch auf dem Hof zu haben.

Der 39-jährige Traub holte sich für sein Experiment mit Amaranth wissenschaftlichen Rat bei Paul Schweiger von der Landesanstalt für Pflanzenbau in Rheinstetten-Forchheim bei Karlsruhe. Dort wird seit etlichen Jahren Amaranth gezüchtet. Einige Bauern im milden Rheintal machen schon mit.
Ein alter Bekannter ist Amaranth auch auf der Versuchsstation Ingerhof der Universität Stuttgart-Hohenheim in Renningen (Kreis Böblingen). "Die Pflanze gedeiht gut, das funktioniert seit über zehn Jahren", weiß dort der promovierte Landwirt Ernst Kübler.

Südwestpresse in Ulm

http://www.gruenblatt.de/oikolinks/amaranth.html

Amarant Anbau Vergleich Getreidearten

Vergleichende Untersuchungen zur Anbauwürdigkeit der Getreidearten Rispenhirse (Panicum miliaceum) und Kanariensaat (Phalaris canariensis) sowie der Pseudogetreidearten Buchweizen (Fagopyrum esculentum), Reismelde (Chenopodium quinoa) und Amarant (Amaranthus sp.)

amaranth-feld




Zusammenfassung

In zweijährigen Feldversuchen wurde die Anbauwürdigkeit der Getreidearten Rispenhirse und Kanariensaat vergleichend mit den Pseudogetreidearten Buchweizen, Reismelde und Amarant auf einem Grenzstandort geprüft. Erfaßt wurden der Vegetationszeitbedarf sowie die Leistungsfähigkeit, gemessen an den produzierten Sproß- und Korntrockenmassen, die Kornverluste vor und bei der Ernte eingeschlossen. Hohe Keimtemperaturansprüche, insbesondere von Buchweizen, Amarant und Rispenhirse einerseits, bis Ende Mai auftretende Spätfröste und feuchte Bedingungen ab Mitte September andererseits begrenzten die nutzbare Vegetationszeit auf 120–130 Tage. In dieser Zeitspanne erreichten der Buchweizen und die Kanariensaat sowie frühreife Sorten von Rispenhirse, Reismelde und Amarant sicher die Druschfähigkeit. Durch geringen Feldaufgang lückige, jedoch durch starke Verzweigung geschlossene Bestände von Rispenhirse, Reismelde und Amarant produzierten 100–110 dt/ha Sproßtrockenmasse. Buchweizenbestände erreichten 90 dt/ha, Kanariensaatbestände nur ca. 60 dt/ha. Die Ernteindices von Rispenhirse und Reismelde übertrafen mit 40–45 deutlich die Ernteindices der anderen Arten. Die Rispenhirse- und die Reismeldebestände bildeten bis zu 60 dt Korntrockenmasse/ha, die Buchweizen- und die Amarantbestände erreichten um 30 dt/ha, die Kornerträge der Kanariensaatbestände blieben mit 12 dt/ha sehr gering. Aufgrund artenspezifischer Kornverluste unterschritten die Druscherträge die gebildeten Kornerträge in Größenordnungen von 10–35 %.

Investigations of the agronomical value of the cereals milet (Panicum miliaceum), canary grass (Phalaris canariensis) and the pseudocereals Buckwheat (Fagopyrum esculentum), quinoa (Chenopodium quinoa) and amaranth (Amaranthus sp.)

Summary

A two-years field experiment was conducted to investigate the agronomical value of the cereals milet and canary grass and of the pseudocereals buckwheat, quinoa and amaranth under marginal growth conditions. Available vegetation periods, yields of shoot dry matter and of produced and harvested grain dry matter, losses before and during threshing included, were measured. High germination temperatures, frost sensitivity and wet maturation periods limited the available vegetation periods to 120–130 days. Buckwheat and canary grass stands, as well as early ripening varieties of milet, quinoa and amaranth reached threshability in time. Milet, quinoa and amaranth stands produced 100–110 dt/ha shoot drymatter, buckwheat stands reached 90 dt/ha, canary grass stands reached only 60 dt/ha. The harvest indices of milet and quinoa were 40–45 and exceeded the indices of the other species by far. The grain yields of milet and quinoa stands leveled up to 60 dt/ha, followed by buckwheat and amaranth stands with about 30 dt/ha and by canary grass stands with only 12 dt/ha. On account of losses, levels of threshed grain yields remained 10–35 % below.

W. Aufhammer und E. Kübler
http://www.boku.ac.at/bokujournal/inhalt/boku49-3.html#kap6

Amaranth Amaranthoel Amaranthus caudatos

Amaranth, das Korn der Inka

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